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Die Lage der Schulen in Taufkirchen am Wald

Geschrieben von Grüne Taufkirchen am . Veröffentlicht in Gemeindepolitik

Eine der wichtigen Aufgaben, die eine Gemeinde zu erfüllen hat, ist der Bau und die Ausstattung von Schulen. Optimaler Zugang zu Bildung ist die beste Voraussetzung für Chancengerechtigkeit und Immunität gegen antidemokratische Tendenzen. Dafür die materiellen Voraussetzungen zu schaffen, sollte in jeder Gemeinde ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Bei den beiden Taufkirchner Schulen im Ortsteil Am Wald, Grund- und Mittelschule, besteht dringender Handlungsbedarf. Gerade in einer Umgebung mit hohem Anteil an Sozialwohnungen stehen die Schulen vor einer besonders großen Herausforderung. Ohne Zweifel tun in Taufkirchen Am Wald Schulleitungen und Lehrer sehr viel, um dieser Herausforderung gerecht zu werden. Für dieses Engagement kann die Gemeinde dankbar sein, und sie unterstützt dieses Engagement auch durch die großzügige Finanzierung der Schulsozialarbeit und diverser Schul-Projekte.

Nicht so positiv sieht allerdings nach jahrelanger Vernachlässigung die materielle Ausstattung der beiden Schulen aus.

Die Grundschule braucht wegen steigender Schülerzahlen und dem Ausbau der Ganztagesbetreuung dringend mehr Platz und auch der Brandschutz muss zwingend verbessert werden. Insgesamt ist hier der Sanierungs- und Ausbaubedarf so hoch, dass der Gemeinderat in seiner Novembersitzung einen kompletten Neubau der Schule beschlossen hat und zwar auf dem Gelände des Sportplatzes an der Pappelstraße (siehe Bild). Die Kosten dafür werden auf über 31 Millionen Euro geschätzt, ca. 10 Millionen davon können durch staatliche Zuschüsse gedeckt werden, insgesamt wird der Neubau der Schule nicht ohne Kreditaufnahme zu finanzieren sein.

Etwas anders sieht die Situation an der Mittelschule aus. Jahrelang wurde darüber nachgedacht auch die Mittelschule neu zu bauen, und zwar in der Nähe der Realschule auf den Keglfeldern. In all den Jahren wurde allerdings nie versucht, für die Gemeinde ein entsprechendes Grundstück zu erwerben. Trotzdem wurden in dieser Zeit fast alle dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen aufgeschoben und nur notdürftige Reparaturen durchgeführt. Veraltete und heruntergewirtschaftete Ausstattung, unzumutbare sanitäre Anlagen, marode Fenster und und eine marode Heizungsanlage sind die Folgen dieser Entwicklung. Wegen der Aussicht auf einen Neubau hat die Schule diese Vernachlässigung jahrelang hingenommen und tapfer versucht das Beste aus der eigentlich unzumutbaren Situation zu machen.

Da nun die Neubaupläne wohl endgültig begraben sind, muss die Gemeinde dringend diesen Sanierungsstau abarbeiten und endlich auch für die vernachlässigte Mittelschule Geld ausgeben.